Die SFU weist aufgrund der spezifischen Konstellation ihrer Fakultäten (Psychotherapiewissenschaft, Psychologie, Medizin und Rechtswissenschaften) eine einzigartige universitäre Umgebung auf. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fakultäten besteht für die Fakultät für Medizin ein signifikantes Unterscheidungsmerkmal im Vergleich zu anderen Universitäten, welches es der Fakultät ermöglicht, sich innerhalb der nächsten zwölf Jahre als Institution mit qualitativ hochwertiger Forschung mit Alleinstellungsmerkmalen zu positionieren, die in dieser Form an keiner anderen medizinischen Fakultät zu finden sind. 

Forschungsfelder an der Schnittstelle zwischen Medizin und Psychologie bzw. Psychotherapiewissenschaft werden von der Fakultät für Medizin bereits aktuell in zahlreichen fächer- und fakultätsübergreifenden Forschungsprojekten beforscht und sollen in den nächsten Jahren weiter intensiviert werden. Die Schnittstelle zwischen Medizin und Recht stellt für die Forschung der Fakultät ein besonderes Potenzial dar und soll mittelfristig in einem Forschungsschwerpunkt „Gesundheit und Recht“ positioniert werden.

Forschung mit der Fakultät für Psychotherapiewissenschaft
Die fakultätsübergreifenden Forschungsprojekte der Fakultät für Medizin und der Fakultät für Psychotherapiewissenschaft können weitgehend der Psychosomatik-Forschung zugeordnet werden.

Im November 2018 wurde mit dem Forschungsprojekt „Tako-Tsubo Syndrom“ (Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber, Univ.-Prof. Dr. Christiane Eichenberg, Univ.-Prof. Dr. Jutta Fiegl und Assoz. Prof. Dr. Kathrin Mörtl) ein erstes interfakultäres Forschungsprojekt der Fakultät für Medizin und der Fakultät für Psychotherapiewissenschaft im Bereich Psychosomatik in der Kardiologie initiiert. Projektinhalt ist die Forschung zum „Tako-Tsubo-Syndrom“, eine dem akuten Myokardinfarkt ähnliche, häufig durch akuten oder chronischen Stress ausgelöste Herzerkrankung.

Weitere hier zu nennende Forschungsprojekte sind „Psychotraumatologische Aspekte in der Transplantationsmedizin“, „Postakute psychische Belastungsreaktionen bei medizinischem Personal von unterschiedlich belasteten COVID-19 Stationen“, „Kinderwunsch“, „Psychosomatische Aspekte von Kinderwunschbehandlungen“ sowie die „Fertilitätsforschung“.

Forschung des Instituts für Psychosomatik der Fakultät für Medizin mit anderen Partner*innen
Hier sind folgende Forschungsprojekte zu nennen: „Robotik in der Psychotherapie und Psychosomatik“ in Joint Research mit der Universität des Saarlandes, „Attitudes towards E-Mental Health applications: A survey among psychotherapists in training“ in Joint Research mit Dr. Allegra Cattani, University of Plymouth sowie mit Greta Riboli, Ort der Durchführung Mailand der Fakultät für Psychologie sowie „Consideration of (addictive) media use in psychotherapy“ in Joint Research mit Dr. Jan van Loh, Berlin.

Forschungsprojekte zur Neurowissenschaft
Diese sind mit den neurowissenschaftlichen Forschungsaktivitäten der Fakultät für Psychologie (Prof. Benetka, Prof. Walla) unter Beteiligung des Zentrums für Neurologie (Prof. Baumgartner, Prof. Lang) in konkreter Planung. Im Vordergrund stehen dabei folgende Projekte: die Kognitionsforschung, die Schlafmedizin (eine Vernetzung von Psychotherapiewissenschaft, Psychologie und Medizin) sowie „mobile health in neurology“ (Entwicklung und wissenschaftliche Testung von dafür nötigen „devices“). In Joint Research-Projekten mit unterschiedlichen Partner*innen werden die Fragestellungen „machine learning“ (neurologische Bildgebung, EEG), „self referential information processing“ (Grundlagenforschung) sowie zur „Selbstwahrnehmung“ betrieben.