SFU MED macht Forschung sichtbar: 1. Science Conference zeigt die wissenschaftliche Stärke der Fakultät
Die Fakultät für Medizin der Sigmund Freud PrivatUniversität hat am 24. April 2026 erstmals ihre 1. Science Conference veranstaltet. Mehr als 150 Teilnehmende kamen im Konferenzzentrum der Klinik Floridsdorf zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse, klinische Projekte und neue Kooperationsmöglichkeiten zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen die Forschungsleistungen der SFU MED und ihrer Partnerkliniken — sichtbar gemacht in einem dichten Vortragsprogramm und im interaktiven Science Village mit neun Forschungs-Hubs.
Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung der Honorarprofessur an den international renommierten Pneumologen Prof. Dr. Emiel F. M. Wouters, der anschließend die Keynote zum Thema „Healthy Aging“ hielt. Die Konferenz zeigte eindrucksvoll, wie die SFU MED ihr Leitmotiv „lehren. forschen. versorgen.“ in Forschung, Ausbildung und klinischer Zusammenarbeit umsetzt.
Forschung als gelebter Auftrag der SFU MED
Die 1. Science Conference war mehr als eine klassische wissenschaftliche Tagung. Sie war ein Schaufenster der Forschungsleistung der SFU MED und ihrer Partnerkliniken. In einem dichten Vortragsprogramm wurden ausgewählte Publikationen und Projekte der vergangenen Jahre vorgestellt, von Rare Diseases über Onkologie, Infektiologie, Dermatologie, Kardiologie, Pneumologie, Nephrologie und Neurologie bis hin zu translationaler Chirurgie und Versorgungsforschung. Das Programm der Konferenz zeigte damit eindrucksvoll die fachliche Breite der SFU MED und ihrer klinischen Partner.
SFU-Rektor Univ.-Prof. Dr. Johannes Pollak hob die strategische Bedeutung dieser Sichtbarkeit hervor: „Es ist wichtig, dass wir unsere hervorragenden Leistungen einem breiteren Publikum zugänglich machen und die besondere Rolle der SFU in Lehre, Forschung und Versorgung sichtbar hervorheben.“
Gerade diese Verbindung aus wissenschaftlicher Exzellenz, klinischer Anwendung und Ausbildung prägt das Selbstverständnis der Fakultät. Die Konferenz zeigte, dass medizinische Forschung an der SFU MED nicht isoliert stattfindet, sondern dort ansetzt, wo sie unmittelbare Wirkung entfalten kann: in der Versorgung, in der Ausbildung künftiger Ärztinnen und Ärzte und in der Zusammenarbeit mit starken Partnerinstitutionen.
Science Village: Forschung zum Erleben, Diskutieren und Vernetzen
Das Science Village war ein besonderer Publikumsmagnet der Konferenz und machte die breite Forschungspalette der SFU MED sowie ihrer Partner greifbar. – von Kardiologie bis Onkologie. In neun interaktiven Forschungs-Hubs wurden aktuelle Initiativen, Studienschwerpunkte und klinische Forschungsprogramme vorgestellt, unter anderem zu Rare Diseases, Kardiologie und Pneumologie, Gastroenterologie, Rheumatologie und Ernährung, Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Onkologie und Infektiologie, Neurologie und Biomarkerforschung, Dermatologie und Urologie sowie Gefäßchirurgie. Die Hubs machten Forschung sichtbar und greifbar: über Präsentationen, Videos, Projektübersichten und direkte Gespräche mit den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Dadurch entstand ein lebendiger Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung. Damit unterstrich das Format den Anspruch der SFU MED, medizinische Forschung nicht nur zu betreiben, sondern sie im aktiven Dialog mit Kliniken und Partnern lebendig zu vermitteln und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Starke Partner, starke Themen
Die Konferenz unterstrich auch die Bedeutung der engen Zusammenarbeit mit den Forschungspartnern der SFU MED, darunter der Wiener Gesundheitsverbund, die Vinzenz Gruppe, das Ludwig Boltzmann Institut für Lungengesundheit, die AUVA und die Barmherzigen Brüder Wien. Diese Kooperationen bilden eine wesentliche Grundlage dafür, dass wissenschaftliche Fragestellungen aus der klinischen Praxis heraus entstehen und Forschungsergebnisse wieder in die Versorgung zurückfließen können. Die SFU MED versteht sich somit als forschungsaktive medizinische Fakultät, die Wissen nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam mit ihren Partnern neues Wissen in die medizinische Praxis trägt.
Honorarprofessur für Prof. Dr. Emiel F. M. Wouters
Ein besonderer Höhepunkt des Tages war die Verleihung der Honorarprofessur an Prof. Dr. Emiel F. M. Wouters durch SFU-Rektor Prof. Johannes Pollak. Die Auszeichnung würdigt seine außerordentlichen wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Pneumologie sowie seine enge Verbindung zur SFU MED. Prof. Wouters ist international für seine Arbeit im Bereich chronischer Lungenerkrankungen anerkannt. Am Ludwig Boltzmann Institut für Lungengesundheit unterstützt er unter anderem die LEAD-Studie als wissenschaftlicher Berater und ist als Senior Researcher in zahlreiche Forschungsprojekte eingebunden. Im Rahmen des kooperativen Studienprogramms zwischen der LEAD-Studie und der Universität Maastricht begleitet er zudem PhD-Studierende.
„Ich danke sehr herzlich für diese Auszeichnung. Es macht mich stolz, mit einer Universität wie der SFU zusammenzuarbeiten und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihrem Weg begleiten zu dürfen“, sagte Prof. Wouters anlässlich der Verleihung.
In seiner anschließenden Keynote „Healthy Aging“ plädierte Prof. Wouters dafür, COPD nicht ausschließlich als Lungenerkrankung zu betrachten, sondern als chronisches systemisches inflammatorisches Syndrom. Daraus ergibt sich ein stärker individualisierter Behandlungsansatz, der Begleiterkrankungen, den Gesamtzustand der Patientinnen und Patienten und deren Lebensrealität konsequent mitberücksichtigt.
Ein neues Format mit Zukunft
Die hohe Resonanz auf die 1. Science Conference zeigte, wie groß das Interesse an wissenschaftlichem Austausch, klinischer Innovation und interdisziplinärer Zusammenarbeit ist. Die SFU MED präsentierte sich dabei als Fakultät, die Forschung nicht als Zusatzaufgabe versteht, sondern als zentralen Bestandteil ihres Auftrags. Mit der erfolgreichen Premiere wurde ein Format geschaffen, das Forschung sichtbar macht, Kooperationen stärkt und die Rolle der SFU MED als medizinische Forschungsinstitution weiter schärft: praxisnah, vernetzt, wissenschaftlich fundiert und dem Anspruch verpflichtet, Lehre, Forschung und Versorgung wirksam miteinander zu verbinden.