MED | Nachruf auf Professor Manfred Schmidbauer
Mit großer Betroffenheit und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Professor Schmidbauer, der am 29. Juli verstorben ist.
Mit seinem Tod verliert unsere Fakultät nicht nur einen herausragenden Hochschullehrer, sondern vor allem einen außergewöhnlichen Menschen, der Generationen von Studierenden und Kolleginnen und Kollegen geprägt hat. Seine Begeisterung für die Medizin, seine wissenschaftliche Kompetenz und sein unermüdlicher Einsatz für die akademische Lehre haben unsere Fakultät nachhaltig bereichert.
Professor Schmidbauer verstand es in besonderer Weise, Wissen zu vermitteln und Menschen für sein Fach zu begeistern. Seine Vorlesungen waren geprägt von fachlicher Exzellenz, Leidenschaft und der tiefen Überzeugung, dass gute Medizin immer auch Menschlichkeit bedeutet. Für viele Studierende war er weit mehr als ein Lehrender – er war Mentor, Förderer und ein verlässlicher Begleiter, der Potenziale erkannte, Vertrauen schenkte und Menschen gerade dann stärkte, wenn sie an sich selbst zweifelten.
In den vergangenen Tagen haben uns zahlreiche persönliche Erinnerungen ehemaliger Studierender erreicht. Sie erzählen von einem Professor, der sich mit großer Selbstverständlichkeit für seine Studierenden einsetzte, sie unterstützte und ihnen neue Perspektiven eröffnete. Viele berichten, dass gerade seine Ermutigung ihren weiteren beruflichen Weg entscheidend beeinflusst hat. Andere erinnern sich daran, wie offen er wissenschaftliche Neugier förderte, junge Menschen für Forschung begeisterte und neue Initiativen mit Überzeugung unterstützte.
Besonders bewegend sind die vielen Geschichten, die weit über den universitären Alltag hinausreichen. Professor Schmidbauer war für viele Studierende ein vertrauensvoller Ansprechpartner, aus dessen akademischer Begleitung oftmals eine persönliche Verbundenheit entstand. Mit großer Fürsorge kümmerte er sich auch um ihre Familien, stand ihnen als Arzt zur Seite und schenkte ihnen in schwierigen Zeiten Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe. Diese außergewöhnliche Haltung war Ausdruck seiner tiefen Überzeugung, dass Medizin immer den Menschen in seiner Gesamtheit in den Mittelpunkt stellen muss.
Dass sein Tod so viele Menschen tief bewegt, zeigt die große Zahl an Nachrichten, die uns in den vergangenen Tagen erreicht haben. Sie alle sind geprägt von Dankbarkeit, Wertschätzung und aufrichtiger Trauer. Professor Schmidbauer hat nicht nur Wissen vermittelt – er hat Menschen geprägt. Sein Wirken lebt in den zahlreichen Ärztinnen und Ärzten weiter, die er ausgebildet, begleitet und inspiriert hat.
Im Namen der Fakultät danke ich Professor Schmidbauer für sein außergewöhnliches Engagement, seine Menschlichkeit und seine unermüdliche Hingabe an Lehre und Medizin. Sein Vermächtnis wird ein bleibender Teil unserer Fakultät sein.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm persönlich verbunden waren.
Professor Schmidbauer wird uns als Lehrer, Mentor, Kollege und Mensch fehlen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Univ. Prof. Dr. Katarzyna Krzyzanowska-Mittermayer
Dekanin der Fakultät für Medizin