MED | Herzdiagnostik und Hautkrebsforschung: Zwei humanmedizinische Projekte vom Medizinisch-Wissenschaftlichen Fonds der Stadt Wien gefördert
Der Medizinisch-Wissenschaftliche Fonds des Bürgermeisters der Bundeshauptstadt Wien hat zwei neue Forschungsprojekte im Bereich Humanmedizin zur Förderung genehmigt. Die Projekte widmen sich zentralen Fragen der Herz- und Krebsforschung und verfolgen das Ziel, neue Ansätze für Diagnostik und Therapie zu entwickeln.
Mit der Förderung dieser beiden Projekte unterstützt der Medizinisch-Wissenschaftliche Fonds innovative Forschung aus Wien und stärkt zugleich die wissenschaftliche Arbeit im Bereich Humanmedizin an der SFU.
Neue Biomarker für Herz Amyloidose
Ein Projekt unter der Leitung von Dr. Stephan Dobner, PhD, MSc untersucht die Transthyretin-assoziierte kardiale Amyloidose, eine Erkrankung, bei der sich fehlgefaltetes Eiweiß (Transthyretin) im Herz ablagert. Die Ansammlung der Eiweißaggregate zwischen den Herzmuskelzellen (im Extrazellulärraum) führt zu einer Verdickung des Herzmuskels, der zunehmend steifer wird, und der Entwicklung einer Herzschwäche, die zu Belastungsintoleranz, Luftnot und Wassereinlagerungen bei betroffenen Patienten führen kann.
Ziel des Projekts ist es, einen Blutmarker zu identifizieren, der mit der Ausdehnung des Extrazellulärraums korreliert. Bisher lässt sich diese Veränderung nur mithilfe einer kardialen Magnetresonanztomografie (MRT) feststellen. Ein entsprechender Marker im Blut könnte künftig eine einfachere und frühere Diagnose der Erkrankung ermöglichen, sowie zur Verlaufskontrolle unter Therapie herangezogen werden.
Einfluss von Hautbakterien auf Melanomzellen
Das Projekt von Dr. rer. nat. Verena Schön und Prim. Priv.-Doz. Dr. med. univ. Christian Posch, PhD untersucht, wie Bakterien, die natürlicherweise auf der menschlichen Haut leben, das Verhalten von Melanomzellen beeinflussen. Univ.-Prof. Dr. med. univ. Klaus Geissler trägt zur Entwicklung und Umsetzung des Projekts bei.
Im Fokus stehen Stoffwechselprodukte bestimmter Hautbakterien – insbesondere von Staphylokokken – und deren mögliche Wirkung auf schwarzem Hautkrebs. Ziel ist es herauszufinden, ob bestimmte bakterielle Substanzen das Tumorwachstum fördern oder hemmen. Die Ergebnisse könnten neue Ansatzpunkte für verbesserte Therapien bei Melanomen liefern.
Fakultät für Medizin
Sigmund Freud PrivatUniversität Wien
Campus Prater
Freudplatz 3
1020 Wien
T.: +43 1 90 500 70 1111
E-Mail: info@med.sfu.ac.at
Web: https://med.sfu.ac.at/de/