Forschung

Grundlagenforschung

Idealtypisch wird zwischen „Gelehrtenforschung“ und „Grundlagenforschung“ unterschieden, zwischen „scholars“ und „scientists“.
Ausgeprägter Drittmittelbedarf besteht nur bei letzterem. Humanwissenschaftliche Forschung ist traditionellerweise klassische Gelehrtenforschung. Angesichts chronischer Unterfinanzierung der öffentlichen Forschungsbudgets liegt es nahe, öffentlich finanzierte Grundlagen- und Großforschung auf wenige reine Forschungsinstitutionen zu konzentrieren: in Deutschland sind dies die Max-Planck-Institute, Institute der Leibniz- und Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Institute, in Österreich die von FFG und ÖAW geförderten Forschungsinstitute (IMBA, CEMM, Max Perutz Laboratories etc.). Durch diese Fokussierung der Aufgaben und die Bündelung der Ressourcen ist in derartigen Einrichtungen die infrastrukturelle, personelle und finanzielle Ausstattung unvergleichlich günstiger als bei einer Aufsplittung auf unterschiedliche Universitäten. Das Ziel muss daher sein, überall dort, wo außeruniversitäre Forschungsressourcen vorhanden sind, mit komplementären Forschungsprioritäten in Kooperation konkurrenzfähige Forschungsprojekte umzusetzen.

Experimentelle Forschung findet bereits im Rahmen von nationalen und internationalen Kooperationsprojekten an ausgewählten Lehrstühlen der Fakultät statt. Konsequent ist in der Folge der obigen Ausführungen nicht geplant, eigene Infrastruktur für die Durchführung experimenteller oder translationaler Grundlagenforschung einzurichten, vielmehr sollen bestehende Partnerschaften genützt und ausgebaut werden.

Klinische Forschung

Im Bereich der klinischen Forschung sollen die Forschungsaktivitäten der Lehrstühle in besonderer Weise unterstützt und weiter ausgebaut werden. Dies soll einerseits erfolgen durch die Unterstützung des Forschungsbüros bei der Verwaltung und Organisation von Projekten, in Form von zusätzlichen Mitarbeitern und vor allem durch die Unterstützung im Bereich der Biostatistik und Epidemiologie der durchgeführten Studien durch die Mitarbeiter der zuständigen Abteilung und dem Dekan selbst. Andererseits werden nach kompetitiven und transparenten internen Vergaberichtlinien finanzielle Forschungsmittel von der Universität zur Umsetzung der Forschungsvorhaben bereitgestellt.

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Univ. Prof. Dr. Kurt Huber
Dekan für Forschung an der Medizinischen Fakultät der Sigmund Freud Privatuniversität Wien
Email: kurt.huber@med.sfu.ac.at